Johannes Klumpp

Johannes Klumpp

zurück

Dirigent

„Schon mit dem allerersten Takt war zu spüren, dass diese Interpretation von einer Emotionalität befeuert sein würde, die in einer beständigen Spannung gesteigert wurde. Der Dirigent verlieh auf diese Weise dem instrumentalen ersten Teil eine lebendige Beweglichkeit, die großen Enthusiasmus entfachte.“Scherzo

Als kreativer Partner des Orchesters entwickelt Johannes Klumpp ungewöhnliche Programme vom späten Barock bis zur klassischen Moderne, die das Publikum begeistern. Seit der Saison 2013/2014 arbeitet er als Chefdirigent und Künstlerischer Leiter mit den jungen Musikern des Folkwang Kammerorchesters Essen. Im Rahmen der Reihe ExtraKlang – veranstaltet im Weltkulturerbe Zeche Zollverein – entwirft er dabei innovative Programmformate und kooperierte mit bekannten Persönlichkeiten wie dem Schauspieler Rufus Beck, dem Komponisten und Pianisten Hauschka und dem verstorbenen Publizisten Roger Willemsen.

Eine rege Konzerttätigkeit führt Johannes Klumpp zudem zu renommierten Orchestern, darunter das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer Symphoniker, die Dresdner Philharmonie, das WDR Funkhausorchester Köln, das Staatsorchester Stuttgart, die Münchener, Stuttgarter und Nürnberger Sinfoniker, das Russian Philharmonic Orchestra sowie die Kammerakademie Potsdam. Seine jüngste Einspielung mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Fagottisten Matthias Rácz mit Werken von Françaix, Tomasi, Jolivet und Villa-Lobos wurde von der Kritik hochgelobt.

Auch in der Oper wird Johannes Klumpp – als „Sängerdirigent par exellence“ von der Presse gepriesen – sehr geschätzt.  Zuletzt erhielt sein Figaro am Tiroler Landestheater Innsbruck große Beachtung. Insbesondere dem Werk Mozarts fühlt sich Klumpp eng verbunden; gleichzeitig umfasst sein vielfältiges Musiktheater-Repertoire bereits seit seiner Zeit als Erster Kapellmeister des Musiktheaters im Revier in Gelsenkirchen Werke von Händels Flavio und Monteverdis Lamenti bis hin zu Verdis Aida, Puccinis Manon Lescaut, Nicolais Die Lustigen Weiber von Windsor und Gounods Faust.

Um den Dialog mit dem Publikum zu fördern nutzt Johannes Klumpp regelmäßig die Form des moderierten Konzertes. Er ist überzeugt: „In der heutigen Zeit müssen wir den Menschen den Weg zu dem, was wir so sehr lieben, zeigen. Sie über die Schwelle führen.“ Dies gelingt auch äußerst eindrücklich in Sachsen-Anhalt, wo er 2013 zum künstlerischer Leiter der Sommer Musik Akademie Schloss Hundisburg ernannt wurde. Zusammen mit seinem Team ermöglicht er dort in einem ländlichen Umfeld fern der Kulturmetropolen herausragende Musikerlebnisse.

In die Saison 2018/2019 startete Johannes Klumpp am Pult des Jungen Philharmonischen Orchesters Niedersachsen, gefolgt von Wiedereinladungen zu den Hofer Symphonikern, dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg, dem Thailand Philharmonic Orchestra und der Deutschen Philharmonie Merck. Unter seiner Leitung gibt die Philharmonie Südwestfalen ihre große Neujahrskonzertreihe in der Region. Im Frühling 2019 debütiert Johannes Klumpp im Rahmen eines Gastspiels in Bogota beim Dresdner Festspielorchester.

Der gebürtige Stuttgarter erlernte neben einem Violastudium sein Handwerk bei Nicolás Pasquet und Gunter Kahlert in Weimar. 2007 machte er mit einem 2. Platz beim Dirigentenwettbewerb in Besançon auf sich aufmerksam. Es folgten Auszeichnungen beim Deutschen Hochschulwettbewerb „in memoriam Herbert von Karajan“, bei dem er sowohl mit dem Ersten als auch einem Sonderpreis geehrt wurde, sowie 2011 beim Deutschen Dirigentenwettbewerb. Meisterkurse bei namhaften Dirigenten wie Kurt Masur, Gennady Rozhdestvensky und Michail Jurowski rundeten seine künstlerische Ausbildung ab, während derer Johannes Klumpp als „Maestro von Morgen“ vom deutschen Musikrat gefördert wurde.