Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert

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Charles Olivieri-Munroe
Henri Sigfridsson

Fr / 23-Feb-2018 / 20.00 Uhr

Sinfoniekonzert

Bedrich Smetana (1824 – 1884)
• »Die Moldau« (1874)

Sergei E. Bortkiewicz (1877 – 1952)
• 2. Klavierkonzert (für die linke Hand) op. 28 e-moll (1930)

Josef Suk (1874 – 1935)
• »Ein Märchen« op. 16 (1897/98)

Info/Karten:
Siegen / Apollo-Theater
Telefon: 02 71. 7 70 27 72
theaterkasse@apollosiegen.de
www.apollosiegen.de/karten-und-abos/einzelkarten/theaterkasse

WDR 3 Live-Mittschnitt

Einführungsvortrag mit Katrin Mainz
Di / 20-Feb-2018 / 18 Uhr im Apollo-Theater

Solist: Henri Sigfridsson (Klavier)

gefördert von der sparkasse-logo

Charles Olivieri-Munroe: »Abgesehen von Smetanas ›Moldau‹, die auf der ganzen Welt bekannt ist und geliebt wird, besteht der Rest des Programms aus weniger bekannter, trotzdem jedoch exquisit schöner Musik. Unserem Siegener Publikum ist die Musik Josef Suks (des anderen tschechischen Komponisten in diesem Programm) nicht gänzlich fremd, da ich vor ein paar Jahren schon einmal seine wunderbare Serenade für Streicher in unserem Weihnachtskonzert dirigierte. Diejenigen, die bei diesem Konzert im Apollo Theater dabei waren, erinnern sich sicher noch, wie sehr sich die Musik an die seines Schwiegervaters Antonín Dvořàk anlehnt: melodisch, virtuos und mit sehr böhmischem Charakter. Jetzt präsentieren wir Suks bekannteste Arbeit, ›Podadka‹ oder auch ›Ein Märchen‹. Diese Suite ist ein Auszug jener Musik, welche er für Julius Zeyers mythologisches Drama ›Raduz und Mahulena‹ schrieb. Der Kommentar Dvořàks dazu: ›Das ist Musik aus dem Himmel‹.«
Eigentlich hätte der finnische Pianist Henri Sigfridsson verzweifeln müssen, als er vor gut zwei Jahren – mitten in einer Karriere als Solist und als Professor an der Essener Folkwang-Hochschule – die Diagnose bekam: »Fokale Dystonie«. Diese chronische Nervenkrankheit hat bei ihm dauerhaft Koordinationsprobleme in der rechten Hand zur Folge.
Aber Sigfridsson sagte sich irgendwann: »Das mach’ ich mit links« – und begann, jenes Repertoire zu studieren, das der legendäre Pianist Paul Wittgenstein, der im ersten Weltkrieg den rechten Arm verloren hatte, initiiert hatte. Für Wittgenstein schrieben seinerzeit weltberühmte Komponisten wie Maurice Ravel eigene Konzerte. So ist auch das »2. Klavierkonzert (für die linke Hand)« von Sergei Bortkiewicz entstanden, ein virtuoses Werk im Stil der Russischen Romantik. Übrigens: Auf diese Komposition hatte Chefdirigent Charles Olivieri-Munroe seinen Kollegen hingewiesen.