SINFONIEKONZERT

SINFONIEKONZERT

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Simon Gaudenz
Christian Poltéra

Fr / 15-Feb-2019 / 20.00 Uhr

SINFONIEKONZERT

Sergej Prokofiev (1891 – 1953)
• Sinfonisches Konzert für Violoncello und Orchester g-moll op. 125 (1952)

Sergej Rachmaninow (1873 – 1943)
• Sinfonische Tänze op. 45 (1940)

Info/Karten:
Siegen / Apollo-Theater
Telefon: 02 71. 7 70 27 72
theaterkasse@apollosiegen.de
www.apollosiegen.de/karten-und-abos/einzelkarten/theaterkasse

Einführungsvortrag: Di / 12-Feb-2019 / 18 Uhr
Museum für Gegenwartskunst Siegen
mit Winfried Chassée

Dirigent: Simon Gaudenz
Solist: Christian Poltéra (Violoncello)
gefördert von der

Zwei große russische Komponisten stehen sich hier mit späten Werken gegenüber und laufen noch einmal so richtig zu großer Form auf. Beide blickten auf ein nicht immer leichtes Leben zurück.
Sergej Prokofiev liebte die Provokation und handelte sich damit schon in frühen Jahren erbitterten Widerstand seiner Lehrer am Konservatorium ein. Russland verließ er 1918, er war aber der einzige namhafte Komponist, der dann später (1932) zurückkehrte. Zeitweise bemängelte man, dass seine Musik immer eintöniger und fader werde. Hinzu gesellten sich einige Tadel des Regimes wegen »Linienuntreue«. Die Musik seines früheren Cellokonzertes op. 58 nahm er als Grundlage für das sinfonische Konzert für Cello und Orchester, überarbeitete und ergänzte sie und widmete sie dem großen Cellisten Mstislav Rostropovich, der auch die Uraufführung bestritt.
Sein Landsmann Rachmaninoff teilte sich mit ihm nicht nur den Vornamen, auch in der unterschiedlichen Beurteilung seitens des Publikums sind Parallelen unverkennbar. Etwas früher als Prokofiev, im Dezember 1917, verließ er Russland in Richtung USA und bleib den Rest seines Lebens dort. Seine Karriere als Pianist fand stets große Anerkennung, aber die Kritik an seinen Kompositionen konnte er zeitweise nur mit Hilfe eines Psychologen verkraften. Sein letztes Werk sind die sinfonischen Tänze, entstanden 1940 auf Long Island: ein ganz persönliches Portrait, das ihm sehr ans Herz wuchs. Liebevoll nannte er diese Tänze seinen »letzten Funken«. So finden sich Zitate aus seiner ersten Sinfonie ebenso wie das berühmte »Dies irae«-Motiv wieder. Schlug er den Bogen seines kompositorischen Beginns bis zu einer Vorahnung seines Todes?