Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert

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Chen Guang
Charles Olivieri-Munroe

Fr / 17-Feb-2017 / 20.00 Uhr

Sinfoniekonzert

Franz Liszt (1811 – 1886)
• Les Préludes (1848–54)

Camille Saint-Saëns (1835 – 1921)
• Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-moll op. 22 (1868)

Peter I. Tschaikowsky (1840 – 1893)
• Suite Nr. 3 G-Dur op. 55 (1884)

Info/Karten:
Siegen / Apollo-Theater
Telefon: 02 71. 7 70 27 72
theaterkasse@apollosiegen.de
www.apollosiegen.de/karten-und-abos/einzelkarten/theaterkasse

Einführungsvortrag: Di / 14-Feb-2017 / 18 Uhr,
Apollo-Thester Siegen
mit Winfried Chassée

Solist: Chen Guang (Klavier)
gefördert von sparkasse-logo

Franz Liszt stellte seiner Tondichtung »Les Préludes« folgenden Satz voran: »Was anderes ist unser Leben als eine Reihenfolge von Präludien zu jenem unbekannten Gesang, dessen erste und feierliche Note der Tod anstimmt?« Liszt sieht die Phasen des Lebens als Vorspiele (Préludes) zur Melodie des Todes. Diese Phasen des Lebens sind Kämpfe und Stürme, Liebesglück und Schmerz, Trost sowie das Erleben der Natur.
Trotz der Gegensätze dieser Stimmungen, die sich in »Les Préludes« widerspiegeln, zeichnet sich das Werk durch eine bemerkenswerte Geschlossenheit aus. Es beginnt mit einer zarten wehmütigen Melodie und mündet in einer majestätischen, glanzvollen Fanfare. Die wurde allerdings in Deutschland von 1941 bis 1945 ziemlich missbraucht: Sie bildete seit dem Beginn des Russlandfeldzugs die Erkennungsmelodie für den Wehrmachtbericht in Rundfunk und den Wochenschauen.
Auf intensives Drängen seines Freundes Anton Rubinstein komponierte Camille Saint-Saens in nur 17 Tagen sein zweites Klavierkonzert. Den Solopart übernahm der Franzose selber, mangels genügender Vorbereitungszeit geriet die Uraufführung jedoch zum Flopp. Aber der im Publikum sitzende Franz Liszt ermutigte den Kollegen sehr, das Werk weiterhin aufzuführen, und schon bald avancierte das Konzert zum beliebtesten Stück des Franzosen.
Auch Tschaikowsky suchte zwischen der vierten und fünften Sinfonie nach einem Erfolgsformat; es sollte ihn allerdings von der Struktur her nicht so sehr einengen wie eine Sinfonie. 1884 schrieb er in seinem Tagebuch: »Promenierte im Garten und fand das Samenkorn für eine zukünftige Suite (nicht Sinfonie)«. Und der Erfolg gab ihm recht: Die 3. Suite wurde vom Publikum mit einhelliger Begeisterung aufgenommen.